Es begann vor 23 Jahren.
Es begann vor 23 Jahren.
Ist das echt schon 23 Jahre her?
Anfang April 2003 haben wir den Hof hier an der Geltinger Bucht übernommen.

Hof bei Übernahme 2003
Büschen anders sah´s hier aus…und zu unserem Erstaunen fehlte auch so einiges, was eigentlich da sein sollte.
Wie sagt man so schön: aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden soll man was Schönes bauen…
Ich kann euch sagen, da waren über die Jahre etliche Steine und Hürden zu nehmen.
Wir hatten keine Zeit und ne Menge Arbeit.
Also los…
Heizungen raus, Leitungen raus, Rohre raus, Fußböden raus, Fenster raus, Türen raus…eigentlich sind vom Haupthaus nur die Außenmauern, ein paar Innenwände und drei Fußböden geblieben.
Berge an Metall, Schutt, alten Kabeln, Holz…haben wir rausgeräumt.

Die Scheune war leider nicht zu halten
Leider hab ich vergessen das mal aufzulisten.
…und Lehm, haben wir ausgebuddelt, denn wir haben dem Haus eine Sohle gegeben.
Klebriger, schwerer Lehm. Schlecht in die Schubkarren zu füllen, schlecht wieder raus zu bekommen. Etwa 30 Zentimeter haben wir die Böden tiefer gelegt werden.
Alles per Hand.
Die Mittelwand des Hauses haben wir verstärkt.
Alle Balken gedoppelt.

Konstruktion
Neue Fußböden verlegt, neue Fenster nach alten Bildern herstellen lassen und selber eingebaut.
Ich hab kilometerweise Fugen ausgekratzt, Dreck den Handwerkern weggeräumt, neue Rohre verlegt, Heizungen eingebaut.
Mangels „Barmitteln“ ( würde Atsche aus Büddenwarder wohl sagen) sind viele Ideen entstanden: von der Brauchwasseraufbereitung bis zur Kläranlage.

Eigene Wasseraufbereitung
Wir haben unsere Ideen von einem ressourcenschonendem Leben hier ausprobieren können und sind anderen damit ein gutes Beispiel geworden. Nachweislich.
Was ne Arbeit. Das reicht für mehr als ein Leben, auch wenn lange nicht alles fertig ist.
Hier und da gibt´s noch Altlasten. Wir haben gelernt drüber hinweg zu schauen.
„ Es ist nicht schlimm, wenn man mal in einem Jahr weniger macht“ hat mal ein guter Freund zu uns gesagt.
Ich mach´s nicht nochmal…versprochen…und unsere Helfer bestimmt auch nicht.
…und irgendwie passt es genauso, wie es ist: herrlich unperfekt.
In einer Welt, wo alles perfekt gestilt ist, jeder sich optimiert bis zum geht nicht mehr und uns eine total perfekte Welt in Magazinen vorgegaukelt wird, ist genau das unsere Botschaft geworden:
Einfach mal drüber wegschauen.
Über das (Un)kraut, das hier steht, die unordentlichen Beete, Ecken, wo wir nicht fertig sind, oder die gemütlichen Ferienquartiere, in denen nicht alles minimalistisch ist.
Hier geht es familiär und fröhlich, gut und bodenständig zu.
Einfach so, wie wir es mögen: natürlich.
Dieser Text ist von Menschen geschrieben, ohne KI.
Ich bin Uta Janbeck,
lebe am Meer, bin Gastgeber mit grünem Herz, elektrisch unterwegs und brenne für Nachhaltigkeit.
Mehr über mich gibt es hier: https://janbecks.de/geht-nicht-gibts-nicht
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