Ein Tag in Janbeck*s FAIRhaus

Ein Tag in Janbeck*s FAIRhaus

Wie ein Tag als Gast ins Janbeck*s FAIRhaus so aussehen kann?

Es ist nicht nur eine Reise an die Ostsee. Du wirst das Quartier wahrscheinlich bewusst ausgewählt haben, weil es dich irgendwie angesprochen hat, was wir hier machen. Vielleicht möchtest du auch einfach nur mal schauen, wie nachhaltiger Urlaub so geht?

Ich glaube, es wird nicht nur eine Reise zum Meer, sonder auch eine Reise zum mehr für dich.

Was einmal als Gesundheitsreise nach Kneipp auf dem damals nördlichsten Kneipp- Gesundheitshof in Deutschland begann, ist jetzt eine Reise zum Mee(h)r und zu sich!

Lagom sagen die Schweden.

Von allem ausreichend, genug, zufrieden sein.

Genießen aber mit Augenmaß. Das ist es, was wir mit unserer „Reise“ weitergeben möchten.

Schau dich um bei uns: Es ist nirgends perfekt. Herrlich unperfekt, wie ich immer zu sagen pflege.

Hier ein paar Disteln im Beet, dort eine kaputte Wand. Immer noch, nach all den Jahren immer noch nicht repariert, ist sie irgendwie als Mahnmal geblieben sich an die viele, von uns geleistete Arbeit zurückzubesinnen und mal innezuhalten.

Ich habe gelernt mal fünfe gerade sein zu lassen…und genau das ist es, was in unsere hektischen und ständig optimierten Zeit verloren gegangen ist.

 

Also, dann lass mal deinen Urlaubstag bei uns in Janbeck*s FAIRhaus beginnen:

Angefangen mit einem guten Holzbett aus den Wäldern Thüringens, ohne Metall und mit einer herrlichen Naturkautschukmatraze und einerkuschligen, extralangen  Bettdecke mit fairer Bettwäsche bezogen.

Im Café wartet schon ein regionales Frühstück mit ganz kurzen Wegen und ‚merkwürdigen‘ Aufstrichen auf dich.

Extra für dich angerichtet und herzlich serviert. Von Löwenzahn bis zu schwarzen Hagebutten …es wird ein Experiment für die Geschmacksnerven …und vielleicht auch für die Augen.

Mit wenig Aufschnitt aus artgerechter Tierhaltung- nur, wenn du magst- und so wenig Milchprodukten wie es geht wegen dem CO2-Ausstoß.

Wie der ein oder andere vielleicht weiß, lassen wir unseren CO2-Fußabdruck für den Betrieb berechnen. (SDG12)

Eigentlich nur aus eigener Neugier, weil alle sagten, wir sind ganz schön gut. Jetzt wissen wir: wir sind ziemlich gut mit unseren 2,69 kg/ÜN (laut Zertifizierer).

Laut Umweltbundesamt liegen 10% der Bürger bei einem CO2 Ausstoß von etwa 7 to. Macht etwa 8 kg/Tag.

Wie sagt mein Kollege, Ben Förtsch vom Hotel Luise, immer: Bei euch wohnt man besser wie zu Hause … kann ich immer gar nicht glauben, aber  ich denke: Jedenfalls CO2 technisch gesehen hat er Recht.

Ist für uns auch ganz einfach und hat einen ganz pragmatischen Hintergrund:

Mit traditionellen, aber einfachen Rezepten begeistern wir unsere Gäste. Natürlich geht das auch vegan.

Aber immer am liebsten mit Produkten aus Schleswig Holstein. Hier wohnen wir, hier machst du Urlaub, hier haben wir gute Produkte.

Da sind sie wieder, die kurzen Wege mit dem guten Impact.

Weniger Transport, weniger CO2, weniger Verpackung, weniger Müll.

Und das ist nur ein Beispiel, denn gekocht und gebacken wird bei uns mit eigen erzeugtem Strom.

Aber bleiben wir mal bei deinem Tag hier.

 

Nach dem Frühstück geht es dann gut gestärkt zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Beispiel auf die Geltinger Birk.

Die Birk ist ein Muss und sollte bei deinem Besuch hier immer auf dem Programm stehen.

Tipps für die beste Zeit haben wir auch. Aber: Psst, die verraten wir vor Ort.

Die Geltinger Birk ist ein nahe gelegenes Naturschutzgebiet, das in Teilen unter dem Meeresspiegel liegt.

Beeindruckend ist ein Holzpfahl, der den Wasserstand zur großen Sturmflut 1872 anzeigt. Damals waren es 3,70 m über NN.

Im Oktober 2023 hat es uns hier an der Küste beim Ostseehochwasser mit bis zu 2,70 m erwischt. Die Geltinger Birk stand zu großen Teilen unter Wasser. Bedenklich.

Zu finden ist dieser Pfahl übrigens, wenn man von der Nabu Hütte zu Meta Norgards Bruk- einer überdachten Holzbrücke- geht. Erklär ich auch gerne vor Ort und am besten auf der Karte, die ich dann mitgebe.

Eine gute Gelegenheit, über den Anstieg der Meere zu sprechen. Das bewegt mich eben. Schließlich wohnen wir ja bei 3 Meter über NN.

Wasser und Meer ist mein Element. Nicht nur weil ich hier wohne.

Nicht nur am Tag der Meere. Immer.

  • Gerne animiere ich jeden, der bei uns Urlaub macht eine gebrauchte Tasche zum Sammeln von Müll am Strand mitzunehmen. Das Interesse an Plastik im Meer wächst ständig. Melde dich, wenn du eine Tüte zum Sammeln brauchst.
  • Wo kommt das eigentlich her, das Plastik?
  • Was macht das?
  • Für Zigarettenkippen findet man neuerdings am Strand Aschenbecher, weil eine einzige Zigarettenkippe so unglaublich viel Probleme machen kann.
  • Viele verstehen es gut, dass wir die hier lebenden Schweinswale und andere Tiere schützen müssen. Und nicht nur die, letztendlich ja auch uns.
  • Plastik im Wasser schadet uns allen …auch dazu kann ich viel erzählen. Eine Führung oder die Ausstellung an der Integrierten Station in Nieby kann Interessierten helfen, ihr neues Wissen zu vertiefen.

Einmal die Woche nehmen wir unsere Hausgäste übrigens auf eine ökologische Führung durch unseren Betrieb mit:

  1. wir erklären wie das gebrauchte Wasser aus dem Betrieb durch Pflanzen aufbereitet wird,
  2. wie die Rotteanlage funktioniert , nämlich wie ein Kompostklo,
  3. wieso wir bestimmte Stoffe nicht in unseren Putz-und Kosmetikartikeln haben wollen (z.B. Polyquarternium 7)
  4. oder womit wir den Strom selber erzeugen.

Sprecht uns an, wenn das für euch interessant ist. Treffpunkt ist dann um 17 h unter der Linde.

Wir lassen uns gerne hinter die Kulissen schauen und meistens gehts um Kreisläufe.

Wir sind hier so was wie eine „Kreislaufwirtschaft“.

Genau wie bei den Lebensmitteln:

Wer als unser Urlaubsgast seine Produkte nicht in unserem Lose Laden beziehen möchte, den schicken wir gerne zum Erlebniseinkaufen.

Mit dem Rad zum Wochenmarkt nach Kappeln oder zum Ziegenkäsekaufen zu einem befreundeten Produzenten.

Das geht gut und man kann viel erleben. Vor allem Mensch und Gegend kennenlernen.

 

Nach deiner schönen Radtour, steht das Armbad oder die Eimer zum Abkühlen bei uns schon bereit. Eisekalt und herrlich erfrischend. Hast du Lust es auszuprobieren?

So bekommen manche ihre erste Erfahrung mit der Lehre von Sebastian Kneipp, dem immateriellen Welterbe.  Du vielleicht auch?

Ich erzähle da auch gerne mehr zu, weil es mich einfach fasziniert. Vielleicht auch gerne, warum ich darüber etwas mehr weiß.

 

Man kann sich aber auch den ganzen Tag einfach in einem der Deckchairs im Garten oder der Wildnis hinterm Haus ausruhen.

Such dir einfach deinen Platz. Und falls du dich nicht in unsere Wildnis traust, wegen der dort laufenden Rinder, finden wir bestimmt einen Ausweichplatz.

Wenn das jetzt noch nicht das richtige war, oder du länger bleibst…

Auch für andere Ausflüge mit viel Platz und wenig Menschen haben wir einige Tipps.

Wir haben da auch ein paar Touren durchs Hinterland ausgearbeitet. So eine Art Schnitzeljagden. Mit kleinen Aufgaben. Mit etwas Spaß und Augenzwinkern kann man so eine Menge auch über die Gegend und die Menschen hier in Angeln lernen.

Natürlich muss man Haithabu das Wikingermuseum erkunden, wenn man an der Schlei Urlaub macht. Oder zum Dannewerk? Beides sind übrigens Welterbestätten der UNESCO.

Genauso empfehlenswert ist Schloss Gottorf mit seinen Moorleichen. Das Schleswig holsteinische Landesmuseum.

Wer ohne Auto angereist ist und Lust hat, kann sich um dorthin zu kommen, das Gäste- Elektroauto leihen, oder mal den neuen Schleidörferbus ausprobieren.

Stärken kann man sich gut in einem der vielen Lokale wie dem Odins in Busdorf. Heimische Speisen, in Bioqualität mit viel Handarbeit gefertigt.

Unterwegs gibt es eine Reihe kleiner Manufakturen mit traditionellem Handwerk in unserer nachhaltigen Schlei Region zu entdecken.

Und der Naturpark Schlei hat noch so viel mehr zu bieten.

Die Region Angeln sowieso … dafür wird ein Tag nicht ausreichen. Vielleicht- ich würde eher sagen bestimmt- noch nicht mal ein Urlaub.

 

Aufgebaut wird die Reise zum Mee(h)r natürlich je nach Belieben und je nach Wetterlage.

Auch zum „richtigen“ Wetterdienst haben wir da so eine Empfehlung …und ganz sicher weiß man am Abend, wie das Wetter am Tag war.

Scherz beiseite: Hier kommt und geht Wetter schnell, weil immer ein Lüftchen geht.

Außerdem halten wir es mit dem typisch Schleswig Holsteinischen Spruch: Da hinten wird es schon wieder heller.

Wetter ist hier eben schnell anders. So oder so.

Manchmal lohnt es sich, einfach rüber auf die Hamburger Hallig zu fahren, weil die Wetterprognose dort vielleicht besser ist.

Halligleben ist ganz besonders. Nordsee und Watt auch. Dort ist Kraft der Natur noch deutlicher spürbar.

…und wenn wir so richtig Schietwetter haben, dann haben wir bestimmt auch einen Tipp.

 

Wir erleben hier in Janbeck*s FAIRhaus sehr interessierte Gäste, die zu uns kommen. Gehörst du auch dazu?

Wer will wissen:

  • Warum die Windkraftanlage gegenüber mal wieder still steht,
  • Was WegWerfStrom ist,
  • Was das mit den Knicks auf sich hat,
  • Womit die Menschen ihr Geld verdienen
  • Warum es hier so viele Dreiseithöfe gibt
  • Warum die Landschaft Angeln heißt?

Wir versuchen immer so gut es geht Rede und Antwort zu stehen …auch als Zugezogene.

Visit the locals heißt das neudeutsch.

Auch das gehört zu unserer Reise zum Mee(h)r.

Wir versuchen, unseren Gästen Schleswig Holstein und unsere Region schmackhaft zu machen, in jeder Beziehung.

Lust machen auf  ein Wiederkommen und weiter auf Entdeckungsreise gehen, das ist unsere Devise.

Weg von den Massen und den Hotspots, wenn man das so sagen kann, zu lenken.

Hier gibt es so viel zu entdecken.

Wer Wissen möchte, bekommt es.

Im besten Fall wird es eine EntdeckungsReise zu sich.

Vielleicht eine Inspiration Lebensweise und Standards zu hinterfragen … und vielleicht etwas zu verändern.

 

Life is not a trip. It´s not a vacation. It´s a journey. It´s a journey to yourself.

(Frei nach Louis Vuitton)

 

 

Eine Reise zum Mee(h)r ist es auf jeden Fall.

Wer möchte das ausprobieren, einen Tag in Janbeck*s FAIRhaus unsere Reise zum Mee(h)r? Du vielleicht?

Jetzt bin ich mal neugierig.

Viele Grüße,

Uta aus Janbeck*s FAIRhaus

 

Übrigens habe ich mit dieser „Reise zum Mee(h)r“ in 2018 mal einen (internationalen) 1.Preis im nachhaltigen Tourismus gewonnen.

„Weil die kleinen Dinge sind gar nicht so klein“. Dieses ist eine überarbeitete Version.