Energiewende- jetzt! Unsere Idee Gas zu sparen

Energiewende- jetzt! Unsere Idee Gas zu sparen

Energiewende jetzt oder was?


Was ist eigentlich da draußen los? Wir brauchen eine Energiewende, uns fehlt es an Material oder an Handwerkern.

Die Märkte spielen verrückt, das bekommt jeder gerade live mit. Wegen dem Krieg? Na, ich weiß ja nicht. Viele wetten einfach auf irgendwas. Ich versteh davon nix. Finde aber, dass es verboten sein sollte, mit Lebensmitteln oder Wasser zu spekulieren.


Energie ist noch mal ein anderes Thema.


Leider haben wir uns in Deutschland in den letzten 20 Jahren – und mehr – viel zu abhängig von fossilen Energieträgern gemacht. Komisch, ich hab irgendwann in der Schule gelernt – es war wohl 1978 – dass die Ölvorräte nur bis 2050 reichen. Jetzt scheint es, dass es einige gar nicht abwarten können, dass die Pole abgeschmolzen sind, weil die Clams dort schon abgesteckt sind.
Leider wurden gerade hier in Schleswig Holstein etliche Firmen und Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbarer Energie vernichtet und damit eine Energiewende verlangsamt. Vergleichsdaten findet man hier.
LEIDER ….
Nun kann man darüber stundenlang lamentieren ….nützt ja aber nichts. Die zig tausend Arbeitsplätze sind weg, die vielen Firmen auch, das Know How mit ins Ausland gegangen….alles weg.

Und dennoch brauchen wir die Energiewende. Jetzt! Dringender und schneller denn jeh.

Ich dachte eigentlich wir sind gut aufgestellt mit dem Betrieb….


Gerade habe ich meine neue Abrechnung bzw. den Vorschlag für eine Vertragsumstellung auf börsenaktuelle Kurse  bekommen: echtes Ökogas jetzt für einen Abschlag von 2898 €. Vorher waren es 500 €/Monat.

Bitte,woher soll das denn herkommen? Ich kann das ja nicht so einfach auf meine Gäste umlegen.
Also hab ich nach einem anderen Anbieter gesucht. Nix. Entweder werden Geschäftskunden gar nicht aufgenommen oder nur bis zu einer maximalen Abnahmemenge.

Und nun? Weg vom Gas kann es da nur heißen.

Aber wie können wir Gas einsparen?


Wie gut, dass ich so einen Tüftler zu Hause habe, der sich für meinen Betrieb immer Gedanken um Energie und Wärme macht. Und Wasser und Entsorgung ……und, und, und.


Angefangen hatte es ja alles als wir 2003 mit unseren Renovierungsarbeiten des alten Hofes begonnen haben:

„Wenn wir den Fußboden jetzt schon überall rausholen und tiefer legen, um vernünftige Sohlen zu schütten und zu dämmen, dann machen wir da so viel Dämmung rein, wie´s geht. Den fertigen Boden reißt man doch so schnell nicht wieder auf …“ meinte mein Mann.

Stimmt wohl.
Zusätzliche Rohre für einen wassergeführte Kaminofen, von dem wir damals noch träumten, kamen auch rein. Vorsichtshalber schon mal. Kostete zwar erst mal etwas mehr.
Mittlerweile gibt es zwei wassergeführte Kaminöfen bei uns und im Caféraum.


So ging es Stück für Stück weiter.


Heizung … okay damals und bis vor Kurzem erschien uns ein Blockheizkraftwerk die beste Lösung. Gasbetrieben erzeugt es Wärme und Strom. Überschüssiger Strom wurde damals noch eingespeist. Mittlerweile haben wir 2 Blockheizkraftwerke. Seit 2019 unterstützen wir die Verwendung von echtem Ökogas aus Biomethan. Seitdem speisen wir höchstens noch Überschussstrom in unsere Elektroautos und die der Gäste oder in die Speicher.


Über alles hat mein Mann ein Lastmanagement programmiert.

Per visueller Darstellung sieht er schon morgens, ob alles wie geplant läuft. Ob die Gäste es warm haben, wie viel Strom in den Speichern ist und wie die Temperatur in den Warmwasserspeichern ist.

Andere schauen da nach ihren Börsenkursen – er nach unserer Energie.


Seit ein paar Monaten ist auch das mit den Blockheizkraftwerken anders.


Der Gaspreis dreht durch. Und auch der des sowieso schon viel teureren Biogases. Leider wird an der Börse nicht differenziert und auch die angekündigte Gaspreisumlage hätte ich zahlen müssen. Boah ey!
Ich hab doch gar kein fossiles Gas mehr bestellt und bezahlt.
Wenn ich wütend werde, wird es so richtig energiegeladen …

Eine neue Lösung musste her für unsere persönliche Energiewende. Weg vom Gas, egal ob fossil oder öko.

Wir müssen unsere eigene Energiewende weiter voran treiben.


Seit Sommer ist alles anders bei uns.

In Anbetracht der desolaten Lage am Gasmarkt drängelte ich meinen Mann, sich wieder in das Thema Wärmepumpe einzuarbeiten. Das ist bei uns ja etwas komplexer, da es in all die schon vorhandenen Anlagen integrierbar sein muss. Und dann noch der Altbau. Das wollte keiner so richtig empfehlen. Bekommt man das hin. Bekommen wir das hin mit unserem Gästebetrieb plus Altbau? 21 Gäste haben alle unterschiedliche Bedürfnisse …

Also dann Preise einholen:

  • Ein Angebot beim Heizungsbauer wurde eingeholt. Nur die Wärmepumpe, die mein Mann sich dann ausgesucht hatte, sollte 12.000 € kosten. Ne Menge Geld. Lieferbar 2023. Juhu!
  • Dann ein Preis im Großhandel: etwa 5.200 €! Aha. Da schau her.
  • Und ein Preis per Internet von einem Fachgroßhandel aus Spanien: 4.200 €. OH! Sogar noch lieferbar ….und nicht nur auf der ersten Seite im Internet als Lockangebot.
    Also hieß es: das Kleingedruckte studieren und in Spanien bestellen. September war der angesagte Termin. Im Juli dann die Nachricht: die Anlage kommt im August. Huch.
    Herrjeh, man ist ja schier aus dem Häuschen, wenn mal etwas so toll klappt.
    Angekommen, aufgestellt, installiert.

Seit August läuft die Wärmepumpe. Sie musste noch etwas justiert werden, damit alles gut zusammenpasst. Der Support der Herstellerfirma klappte super und war echt hilfreich. Scheint jetzt aber alles zu stimmen.
Jetzt, wo es kalt wird, wird eins der beiden Blockheizkraftwerke angeschmissen.
Das zweite mussten wir übrigens vorerst abmelden, damit wir nicht zu viel Strom einspeisen …mehr als 30 kW dürfen wir nicht einspeisen…. Hatten wir gar nicht vor, wir wollen uns ja autark machen. Und trotzdem. Absurdistan läßt grüßen.


Lieber werden dann Kohlekraftwerke oder gar Atomkraftwerke laufen gelassen????


Zudem wurden bei uns noch die Thermostatfühler in den Warmwasserspeichern etwas tiefer gesetzt, damit unsere Gäste und die Küche auch wirklich warmes Wasser bekommen. Das war ́s.


Statt wie in den Vorjahren liegen wir bei etwa der Hälfte des Gasverbrauches- von Januar 2022 bis August.

Die Berechnungen lassen erwarten dass wir statt 90.000 kWh Gas nur noch etwa 10.000 kWh brauchen.


Natürlich brauchen wir mehr Strom. Dank Uwe, unserem befreundeten Elektriker, gibts seit Juni auch mehr Sonnenstrom vom Dach.

Sonnenstrom vom Dach

 


Die Sonne schickt uns keine Rechnung!- Franz Alt


Es bleibt also spannend.


Jetzt müssen wir das nur noch unserem Gasanbieter verklickern, um in unserem alten Tarif bleiben zu können. Wenn dann die 500 € Abschlag pro Monat bleiben, okay, damit kann ich rechnen. Damit kann ich meinen Betrieb weiter führen.
Eins hat es auf jeden Fall gezeigt:
Es war richtig, 2010 Geld aufs Dach zu packen,- wie viele hämisch gesagt haben.

Nun  ist diese Anlage abbezahlt und bringt bessere Werte als damals die Analysten ausgerechnet haben.


Und es ist immer richtig, sich noch weiter von den großen Konzernen frei zu strampeln.

Energie in Bürger Hand, das ist wohl die Lösung. Ob so im Alleingang wie bei uns (übrigens hatten wir die Nachbarn 2004 gefragt) oder als Genossenschaft. Es geht.

Make a change

 


Und noch etwas: man sollte einfach nicht alles so hinnehmen.

Sei Teil der Lösung!

Was in diesen Zeiten gar nicht geht:

  • das Strom gedeckelt wird und Menschen ihre Anlagen nicht oder nur bis zu einer maximalen Grenze betreiben dürfen, obwohl es möglich ist, dass sie mehr Energie einspeisen könnten
  • das Windkraftanlagen abgeregelt und ausgestellt werden, obwohl Wind da ist
  • das Versorger nötige Verfahren in die Länge ziehen- ein Schelm, der Böses dabei denkt
  • das man bei Anträgen keinen Ansprechpartner hat, gar eine Telefonnummer- so manches wäre doch in einem direkten Gespräch einfach zu klären
  • das wir es uns leisten, Berufsschulen nicht modern auszustatten und schnell an die neuen Techniken heranzuführen
  • das wir es uns immer noch leisten, Menschen, die mit den Händen arbeiten weniger wertzuschätzen

Ich hoffe jetzt erst mal wir bekommen „die Kuh vom Eis“. Die nächsten „Kühe“ warten ja schon. Strom, Lebensmittelpreise, Wasser, Versicherungen ….


Es ist eine verrückte Zeit, hoffen wir mal, dass wir da durch kommen.
Mit dem Rückhalt hier kann ich jedenfalls etwas beruhigter sein.


Alles Gute
Uta


P.S.: Übrigens wurde ich gestern von einem Gast angesprochen, warum wir das einzige Haus in der Straße mit Solar auf dem Dach sind ….Tja, Potenziale gibt ́s noch reichlich!

Die Lösung unserer größten Probleme steht am Himmel.

Wir müssen nur endlich aufwachen.

Franz Alt

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Nach vielen Telefonaten konnten wir uns mit unserem Gasversorger darauf einigen, dass wir

nach dem Verbrauch von den 50.000kWh Gasbezug, die wir  zur Zeit hochgerechnet für dieses

Jahr haben, berechnet werden. Macht eine Abschlagszahlung von etwa €1500/Monat.

Mittlerweile kann ich als Geschäftskunde auch wieder zu anderen Versorgern

– da muß man also ständig dran bleiben. Ich möchte aber bei 100% Ökogas bleiben.

Nur so arbeiten wir fossilfrei.

Außerdem hat es bei der Berechnung das CO2 Fußabdrucks auch Auswirkungen.

Kaufe ich herkömmliches Gas, sieht die Berechnung für unseren Betrieb ganz anders aus.

Das hätte dann zur Folge, dass ich als KlimaHotel, wenn ich kompensiere bzw. in Bäume investiere

da wieder mehr zahle. Sinnvoller erscheint mir da lieber bei Ökogas zu bleiben und hier bei uns

auf dem Gelände Bäume und Sträucher zu pflanzen.

So werden wir zum Beispiel am 04.12.2022 zusammen mit den Heckenrettern bei uns einen

Knick aufsetzen. Näheres folgt.

Energietechnisch wird das auf jeden Fall dann spannend im Winter:

  1. Wie wird sich die Wärmepumpe wohl bewähren?
  2. Die Abschläge werden dann nach 3 Monaten neu berechnet, was da wohl dann bei rauskommt?
  3. Was macht denn der Stromversorger mit dem echten Ökostrom zieht der auch an?

…von den neuen Diskussionen über Übernahme der Abschlagszahlungen im Dezember etc.

will ich mal gar nicht reden.

Soweit erst mal das Neuste von hier!

Wieso man bei uns besonders gut schläft?

Wieso man bei uns besonders gut schläft?

 

Wieso man bei uns besonders gut schläft?

Von extralangen Betten, fairer Bettwäsche, Hauswirtschaft und Kreisläufen…ich verrate es hier:

Vielleicht liegt das einfach an den eigenen Erfahrungen, die wir Janbecks unterwegs in Hotels gemacht haben. Von zu kurzen Bettdecken, Betten mit Fußteilen oder viel zu harten Matrazen…da gibt es einiges, was einem den Schlaf und die Erholung rauben kann.

Als wir beide als Quereinsteiger vor etwa 20 Jahren Janbeck*s FAIRhaus konzipiert haben war für uns klar:

  1. Das Schlafzimmer braucht nicht groß sein, aber es muß eine Tür zum Schließen geben
  2. Eine Schlafcouch ist kein Bett
  3. Die Betten und Decken müssen auch für große Menschen geeignet sein- Fahrlässig nicht an die immer größer werdenden Menschen zu denken,oder?

So legten wir los mit kleinen Schlafzimmern und extralangen Boxspringbetten aus einer kleinen Manufaktur in Kiel.

Unsere Gäste waren in den 15 Jahren zu mindetsens 99% begeistert und konnten gut schlafen.

Das lag und liegt aber vielleicht auch an der fair gehandelten Biobettwäsche von Dibella. Seit 2010 haben wir sie im Einsatz. Damals mußte mal wieder etwas neue Bettwäsche her.  Auch weil zusätzliche Quartiere in unserem Plusenergiehaus dazugekommen waren.

So ökologisch wie möglich. Schließlich wollten wir immer nachhaltiger werden.

Also los, recherchieren….

Irgendwann fand ich das grüne Hotelzimmer von Dibella. Angeboten noch über einen Zwischenhändler, die sehr engagiert waren. Gute weiße Bettwäsche in Übergröße. Extragroße Bettücher, die das ganze Bett bedecken. Fair und kaum teurer wie herkömmliche Wäsche ohne diesen wertvollen Hintergrund.

Jetzt, nach gut 11 Jahren, mußte wieder mal etwas ergänzt werden. Ich habe einfach mal zum Hörer gegriffen und direkt den Kontakt gesucht.

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt, oder?

Nun werde ich direkt beliefert und die Lieferkette ist noch kürzer.

Der Herstellungsprozess bei Dibella ist sehr beeindruckend und vielfach belohnt. Klasse. Vom Feld, der Spinnerei, der Weberei, Näherei usw. wird alles sehr transparent dargestellt.

Einen guten Filmbericht dazu gibt es auch hier.

Ich mag nette Kontakte und gute Geschichten.

Vielleicht kann man bei uns aber auch so gut schlafen, weil wir extragroße Bettdecken haben und die Betten extralang sind. Das war uns ja schon bei der Planung ein ganz wichtiges Argument: jeder soll gut schlafen. Das mein Mann Stephan sich häufig in Hotels mit seinen kaum 2 mtr. nicht richtig zudecken konnte, hat mich einfach geärgert. Ich wollte das für meine Gäste anders handhaben. Mit kalten Füßen kann man doch nicht einschlafen, oder?

Und klar, weiß ich, woran es liegt in den Hotels: es ist in vielerlei Hinsicht ein Kostenfaktor. In der Anschaffung und auch in der Handhabung.

Bei uns sind die Betten zwar schon von Anfang 210 cm lang und ohne Fußteil, neuerdings gibt es in einigen unserer Wohnungen sogar ganz metallfreie Biobetten.

Die Bettdecken haben übrigens eine Größe von 1,55 cm x 2,20 cm. Da kann man sich so richtig lang machen und einmummeln.

Wir sind eben auch gut auf größere Menschen eingerichtet.

Nichtmal bei den Türen braucht man den Kopf einziehen wenn man so um die 2 Meter groß ist.

Und noch ein paar Gründe wieso man bei uns besonders gut schläft:

Gewaschen wird unsere Bettwäsche, die Handtücher etc. übrigens von uns. Wir haben eine sogenannte Inhouse Wäscherei. Wie bei den Lebensmitteln wollen wir auch hier wissen was verwendet wird. Auch damit wir dem Gast eine ordentliche Auskunft geben können. So haben wir auch den Waschzyklus in unserer Hand und müssen nicht soviel Bettwäsche bevorraten weil gerade etwas in der Wäscherei ist. Wir waschen mit einem Biowaschmittel. Ohne alles was unnötig ist. Ohne Farb- oder Duftstoffe. Ohne Weichspüler sowieso. Und mit von der Sonne erhitztem Wasser. Natürlich Hygienisch einwandfrei bei hohen Temperaturen und  selbstaufbereitetem Wasser zum Spülen. So sparen wir eine Menge Trinkwasser.

Auch dadurch haben wir nur einen Wert von 60 Litern Trinkwasser pro Übernachtung. Vergleichbare gute Betriebe brauchen etwa 200-300 Liter Trinkwasser.

Seit dem Erfassen unseres CO2 Fußabdruckes für die Klima-Hotels messen wir das ganz genau.

Getrocknet wird die Wäsche dann im Trockner mit Sonnenstrom. Ich habe mehrere Versuche mit dem Trocknen auf der Wäscheleine gestartet, die meist dazu geführt haben, dass ich die Wäsche nochmal waschen musste…hier gibt es einfach zu viele Vögel. Das ist dann bei aller Liebe zuviel Arbeit und Verschwendung von Ressourcen.

Gemangelt wird die Wäsche auch von uns. Richtigerweise müßte man bügeln sagen, da wir mit einem Heimbügler arbeiten. Da sind dann vielleicht mal kleine Falten drin, weil wir keine große Profi Mangel haben. Die müßte man auch zu zweit bedienen, dafür fehlen uns die Hände. Mit den großen Tüchern ist es dann etwas kompliziert an dem Heimbügler.

In der Wäscheverarbeitung

Wir haben eine Inhousewäscherei

Aber so müssen wir uns nicht ärgern wenn Flecken eingebügelt werden oder das Fußteil glatt und der Bereich am Kopf faltig ist. Aus Erfahrung wird man eben klug.

Wenn wir tatsächlich mal Flecken von Rost oder Mikroplastik in der Wäsche haben, haben wir auch ein paar gute Ideen. Wie Mikroplastik in die Wäsche kommt? Das schreibe ich dann mal in einem extra Beitrag, weil es eine lange Geschichte ist.

Statt Putzlappen machen wir aus der Frottierware Lätzchen oder Badematten. Aus der guten BioBettwäsche haben wir tolle Wachstücher in drei verschiedenen Größen gefertigt. Die nehmen wir zum Abdecken in der Küche statt Frischhaltefolie. So schaffen wir den Plastik in der Küche fast ab und freuen uns die Wäsche so weiter nutzen zu können.

Selbstgemachte Bienenwachstücher

Selbstgemachte Wachstücher zum Abdecken statt Folie

Dazu sparen wir eine Menge fossiler Energien durch mögliche Transporte, Trinkwasser und andere Ressourcen ein.

Was ich noch gar nicht erwähnt hatte ist dass wir ja auch Ausbildungsbetrieb in der Hauswirtschaft  sind. So können wir mit unserer Inhouse Wäscherei auch alle Facetten der Wäscheverarbeitung zeigen: Waschen, pflegen, Fleckbehandlung, bügeln, mangeln, nähen etc..

Da sind sie wieder unsere Kreisläufe.

Denn Johanna und Kira sind beide in Janbeck*s FAIRhaus ausgebildet und demnächst kommt wieder jemand zum Lernen. Wir alle drei sind Hauswirtschafterinnen aus Leidenschaft. Jede hat ihren Lieblingsplatz. Kira ist zum Beispiel am Liebsten in der Wäscheverarbeitung. Johanna geht in der Küche das Herz auf. Ich plane und organisieregerne. Kompetent einsetzbar sind wir aber überall. Und uns liegt einiges daran diesen fast zum Aussterben „verdammten“ Beruf weiterzuleben. Wir klären dann auch gerne mal auf, was diesen Beruf so komplex macht und mit den gängigen Klischees so wenig zu tun hat.

Das macht uns alle zufrieden, weil Wissen weitergegeben und ausgetauscht wird.

Unsere Gäste können so bei uns im Urlaub echt nachhaltig schlafen.

Dazu haben wir noch ein paar Tipps, wo man frische Luft am Besten genießen und entspannen kann. Außerdem haben wir die meisten Betten in Nord-Süd Richtung (Tipp von meiner Omi ) gestellt und guten Tee haben wir in unserem Lose Laden.

Schlafen mit einem guten Gefühl ist das, wenn man diese Hintergrundgeschichten kennt, oder?

Im wahrsten Sinne des Wortes: FAIRschlafen.

Das war jetzt unser Beitrag zu den 17 Ziele​ der Nachhaltigkeit.

Wenn man den Weg der Produkte bis zum gemachten Bett bei uns betrachtet kommt man schnell auf diese SDGs, die wir berühren: 1,2,3,4,5,6,7,8,10,11,12,13,14,15,16,17

So, das war jetzt ein langer Beitrag zum Thema guter Schlaf in Janbeck*s FAIRhaus.

Ich hoffe, die Geschichte, warum man bei uns besonders gut schläft, war interessant für Euch.

Ich denke man merkt, dass ich von den genannten Firmen überzeugt bin. Das ist also Werbung zum Nachahmen und ganz ohne Auftrag.

Viele Grüße,

Uta

 

Übrigens: Ein Einraumapartment wo man die Tür im Schlafzimmer nicht zumachen kann, gibt es dann doch noch bei uns. Und in einem Quartier gibt es ein offenes Fußteil. Das geht auch bei großen Menschen, der Gast muß es nur wissen

 

Warum ich ausgerechnet Biobetten aus Thüringen bestellt habe?

Warum ich ausgerechnet Biobetten aus Thüringen bestellt habe?

Biobetten aus Thüringen für Janbeck*s FAIRhaus? Wie es dazu kam?

Tja, das fragt sich mancher, der weiß, dass ich am Liebsten alles aus der Region beziehe. Kurze Wege sind bei uns sehr wichtig

Die Geschichte fing auf dem Heldenmarkt in Berlin an…

Im November 2019 waren wir, Stephan und ich, nach Berlin gefahren um dort auf einer Messe Werbung für unseren Betrieb zu machen.

Der Heldenmarkt ist eine Messe für alle, die klimafreundliche Produkte anbieten und die, die diese Produkte suchen.

#fürallediewasmerken

Heldenmarkt, die Messe für alle die was anders machen wollen

Von der Limonade bis zur Bank ist alles dabei. Viele Start Ups mit frischen Ideen.

Da ich von Natur aus neugierig bin und mich auf den normalen Reisemesse nicht so wiederfinde, war ich da gut aufgehoben, weil auch in meiner Branche ziemlich allein als Aussteller war. Gut so.

Natürlich gehe ich selber auch über die Messe und suche nach neuen Ideen für meinen Betrieb.

In Hamburg und am Bodensee war ich mit einem Stand. Hier in Berlin war alles etwas anders.

 Irgendwie war ich noch am Stand „gefesselt“ mit aufbauen oder so. Ich weiß es nicht mehr.

Stephan hatte aber Zeit und kam um mich abzulösen mit den Worten: „da vorne ist ein Tischler mit Biobetten, da mußt du unbedingt bei Peter vorbei“. Aha.

Na gut. Gesagt getan. Nach vielen spannenden Ständen und einer tollen Limonade also zum Peter.

Schlichte Betten standen dort. Nichts Spektakuläres. Oder doch?

Schnell war ich mit Peter Grube im Gespräch und konnte die Begeisterung von meinem Mann verstehen. Nicht nur, weil er selber mal Tischler gelernt hat und ein Leuchten in die Augen beim Werkstoff Holz bekommt.

Das Besondere an den Betten ist die Nachhaltigkeit von Anfang bis zum Ende.

Wie ich später erfahren habe, fallen in den Wäldern in Thüringen die Bäume einfach so um. Hier hinterlässt die Trockenheit und der Klimawandel schon seine Spuren. Traurig aber wahr.

Die Bäume werden dann in einem Sägewerk knapp 10 km von der Tischlerei gesägt.

In der Biobett Manufaktur, Tischlerei von Peter Grube, werden sie dann in schöner traditioneller Handwerksarbeit weiter verarbeitet.

Der Clou an den Betten ist, dass es ein Metallfreies Bett ist. Warum das so ist erzählt Peter Hier.

Das ganze Bett wird einfach nur zusammen gesteckt. Ohne Schraube, ohne Nagel. Ein Puzzle.

Behandelt mit Bioöl, das sogar noch natürlich Keime abwehrt. Der Lattenrost wird auch selbst gebaut. Und sogar die Matratzen sind aus eigener Anfertigung.

Nachhaltiger geht es wohl kaum.

Schlafen im Biobett

Schlafen im Biobett in Janbecks FAIRhaus

Schon spannend.

So nahm ich mir dann nach einem total netten Austausch einen Flyer für irgendwann mit.

Gut Ding will Weile haben

Irgendwann war dann der Zeitpunkt die ersten Zimmer unserer Pension instandzusetzen.

Das Beherbergungsverbot gab uns die Zeit, das in Angriff zu nehmen, auch wenn es ein ziemliches Wagnis ist, da man ja nicht weiß wie lange keine Einnahmen da sein werden.

Watt mutt dat mutt

Für die Inststandsetzungsarbeiten mußte alles so gut es geht raus.

Und die Betten…ja, die waren jetzt auch mit dran.

Corona hat uns gezeigt, dass wir unsere Idee wie wir es den Gästen gemütlich machen möchten überdenken müssen. Schließlich gilt es so hygienisch wie möglich und noch besser wie vorher zu arbeiten. Viele Kissen, Textilien und Polster sind da kritisch zu betrachten, weil pflegeaufwendig. Auch in der Hauswirtschaft​ denken wir ökonomisch, eine der Säulen der Nachhaltigkeit.

Mit der großen Desinfektionsspritze über alles durch den Raum zu gehen, wie man es aus dem landwirtschaftlichen Bereich kennt und wie es manche Hotels tun, schreckt uns ab.

Also mußte eine Lösung her.

Weil Gedanken erst wachsen müssen ließ ich mir diverse Angebote machen.

So kam die Biobett Manufaktur dann wieder ins Spiel. Holz, ja das können wir einfach abwischen. Das Konzept mit den kurzen Wegen hat mich einfach überzeugt. Zumal ich gerade vorher einen Beitrag im Fernsehen über die Abholzung der Wälder in Sibirien und die möglichen Folgen für unser Klima gesehen hatte.

Dann war es endlich soweit. Nach etlichen – sehr netten- Mails kamen die Betten.

Biobetten aus Thüringen für Janbeck*s FAIRhaus! Klasse!

Ich war ganz schön aufgeregt ob mein Konzept wohl aufgeht. Passt alles zusammen? Wie wirkt es? Werden die Gäste gut schlafen? Das war und ist ja immer das Wichtigste für mich.

Ich konnte es ja kaum glauben, aber Peter hatte tatsächlich alle 8 Betten samt Matratzen und Lattenrosten in seinen neuen Transporter bekommen. Mehr wäre auch gegangen, erzählte er stolz.

Alles ausgeladen, reingeschleppt, zusammengesteckt, aufgebaut.

Massives Bioholzbett

Alle Folien noch ordentlich zusammengelegt für die nächsten Bestellung. Fertig.

Na ja, nicht so ganz: ich hatte wohl einen zu kurzen Zollstock, wie alle Chefs (Tischlergag).

Auweia. Das ist wohl diesem Coronatrauma zu verdanken in dem ich mich zeitweise befinde.

Na, ja, schnell umgeplant und fertig. Jetzt passt alles.

Gut, wenn man mit Pragmatikern zusammenarbeitet und selbst einer ist.

Es gibt schließlich Schlimmeres.

#seiteilderlösungnichtdesproblems

Das war mal wieder ein neuer Baustein für unser nachhaltiges Puzzle.

Und einen neuen Kreislauf haben wir auch erschlossen.

Nicht nur die Betten, sondern auch der Kontakt und das neue Netzwerk, was wir dadurch jetzt aufbauen. Eine kleine Geschichte mit Herz, so wie ich sie mag und die das Leben ein kleines bisschen schöner macht.

Das erklärt dann warum ich ausgerechnet Biobetten aus Thüringen für Janbeck*s FAIRhaus bestellt habe, oder?

Dies war übrigens Werbung aus Überzeugung mit grünem Herz zum Nachmachen!

#WERTschaften eben

Viele Grüße

Uta