Ein Reetdach ist ein Pflegedach.

Ein Reetdach ist ein Pflegedach.

Wieso man ein Reetdach pflegen muss?

Gedanken, die man sich bei einer gründlichen Sanierung, wie wir es in Angriff genommen haben nicht unbedingt sofort macht.

„Ein Reetdach ist ein Pflegedach“…raunte uns der Dachdecker zu.

Und so bedeutungsvoll er es gesagt hatte, so  habe ich es immer noch gut im Ohr. Heute weiß ich, was er meinte.

Es war 2003. Wir hatten unseren Angeliter Dreiseithof gerade gekauft und waren dabei ihn von Grund auf zu sanieren.

Das meiste in Eigenleistung.

Das Reetdach vom Haupthaus war schon ziemlich kaputt, als wir den Hof übernahmen. Auf dem Dachboden standen überall Eimer und alte Töpfe um das Regenwasser aufzufangen. Man konnte durchs Reet schauen.

So hatten wir das gekauft. Das war ja keine Überraschung für uns.

„Ein Holzgutachter müsste sich mal die Balken anschauen“, meinte der Statiker.

Was hatte das nun wieder zu bedeuten, dachte ich.

Okay, das Haus ist von 1859. Die Balken eben so alt. Vielleicht sogar noch älter. Früher hat man ja immer alte Baumaterialien wieder verwertet.

Bei Fachwerkhäusern sieht man das manchmal, weil Zahlen an den Balken stehen. Das bedeutet, dieses Haus hat schonmal woanders gestanden und man hat die Balken nummeriert um sie schneller wieder in der richtigen Reihenfolge wieder aufbauen zu können. Solche Balken haben wir in den Scheunen.

Bei uns gab es im sogenannten Haupthaus nur schöne Malereien an einigen Balken. Die Gefache- das sind die Zwischenräume zwischen den Balken- waren etwa 150cm auseinander.

Konstruktion

 

Viel zu breit für unsere Idee den Boden irgendwann mal auszubauen.

Der bestellte Holzgutachter kam und untersuchte die Balkenköpfe auf ihre Tragfähigkeit.

Dabei kam dann raus, dass einige Balken nicht gut und vielleicht durch einen Holzwurm beschädigt waren.

Das bedeutete, die mußten verstärkt werden.

Machen wir alle oder nur die, die nötig waren?

Leichtsinnigerweise sagte ich schnell: besser ist wohl „ alle“ , ohne zu wissen, dass das oben im Dach ja weiter geführt werden mußte.

Also bekamen alle Gefache einen zusätzlichen Balken dazwischen.

Um die Last durch das Gewicht nicht auf die Außenmauer zu bringen wurden diese Zwischenbalken an den alten Balken aufgehängt. Von unten sieht es aus wie ein Holzbrett. In Wirklichkeit ist es aber aber ein Balken. Damit die alten Balken das zusätzliche Gewicht dann auch halten, haben wir Spangen an die Balkenköpfe gebaut.

Wenn ich hier schreibe wir, dann meine ich auch wir. Auch unsere Kinder und die weitere Familie haben fleißig geholfen die viele Schrauben in die Balken zu drehen….und es waren viele.

Pro Balken 12 Schrauben und das mal 2 (je Dachseite) x 17 Balken. Juhu.

 

Gegen den Holzwurm haben wir übrigens auf Anraten eines alten Fachmanns alle Balken mit Leinölfirniss gepinselt

Soweit so gut.

Es ging weiter mit unserem Dach. Das alte Reet musste runter und auch die alte Lattung.

Das machten die Reetdachdecker. Wir übernahmen um Kosten zu sparen die weitere Entsorgung.

Was für eine Arbeit. Ich möchte das nicht nochmal machen.

Zu Anfang war es ja noch witzig im Container rumzuhopsen…

Nach dem 20. Container stoppte ich das.  Ich glaub jeder Container hatte uns 200+ gekostet. Wir haben damals nicht im Geld gebadet und tun es jetzt auch nicht. Also verbrachten wir das alte Reetdach auf einem Haufen und ließen es iverrotten und irgendwann vom Landwirt auf unserem Acker unterpflügen.

Neue Lattung mußte aufgebracht werden und auch die Gauben eingearbeitet.

 

Auch die Gauben waren ein Thema für sich. Herjeh, was man alles so beim Bau entscheiden muß.

Wir waren uns erst gar nicht klar, wie wir das Dach mal ausbauen wollten. Wie sollte die Belichtung durch Fenster sein? Wir haben eine Metallkonstruktion mit Doppelt Trägern im Dach eingebaut, mit der wir eine Gaube von einem zum anderen Ende bauen könnten.

Eingebaut haben wir aber kleine Gauben, die sich viel besser dem Denkmal und dem Auge anpassen.

Dann kam auf die neue Lattung das neue Reet.

Ganz bewusst hatten wir das unregelmäßige Reet aus Nordfriesland gewählt und nicht wie zu der Zeit modern feinhalmiges aus Ungarn. Ich glaub, das ist unser Glück, weils so besser abtrocknen kann.

Bund für Bund flog das Reet aufs Dach.

Meter für Meter arbeiteten sich die Dachdecker in Reihe hoch zum First.

 

Faszinierend anzuschauen für den, der das nicht machen muss.

Jedes Reetbündel wurde mit einem vorbereiteten Draht an den Latten angeschraubt. Frühre wurde das mit Hanf festgebunden, was heute sicher aus Kostengründen nicht mehr gemacht wird.

Immer wieder mußte das Reet mit einer Platte festgeklopft und in Form geklopft werden.

Ich glaube etwa drei Wochen hat das dann gedauert.

Schön sah es aus. Gerne schaue ich den Handwerkern bei diesen besonderen Arbeiten zu.

Fliegende Reetbündel, ein verlorenes Handy im Reet, Dachdecker, die bei Regen in der Gaube hockten um sich vor Regen zu schützen.

Schöne Erinnerungen überwiegen. Auch weil es so eine tolle Gemeinschaftsaktion war.

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Regen, der nicht abtrocknen kann wenns lange Zeit regnet, kann zum Problem werden.

Das Reet muß ständig durchpustet werden. Bei langen Regenphasen ist das schwierig.

Bäume, die Schatten schmeißen sind da auch nicht hilfreich. Uns war das bewusst, aber unserer Linde wollen wir nicht zu Laibe rücken.

Dann gibt es da noch Flechten, die nicht erwünscht sind und sich auf dem Dach ansiedeln…

Was also tun? Kupferwolle webten einige in ihre Dächer mit ein. Der Gedanke das irgendwann mal zu entsorgen war nicht gerade das, was wir für gut hielten.

So haben wir extra Kupferplatten unter dem First anbringen lassen. Man hat ja zwei Seiten Reet, die oben zusammenstoßen und sowieso irgendwie geschlossen werden müssen. Wir ließen also Kupferbleche börteln (biegen) und auf die Naht legen.

Da Stephan mit seinem Vater früher viel mit Metall Hallen gebaut hat, kennt er sich mit dem Material auch aus.

Unsere Theorie war/ist, dass der Regen an dem Kupfer längs läuft und verhindert, dass sich Moos bildet, unter dem das Reet dann vergammeln würde.

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Bald merkte ich, was mit dem Pflegedach gemeint war.

Vögel fanden es total praktisch sich für ihren Nestbau die Halme aus dem Reet zu zupfen.

Hier ein paar Halme, dort etwas mehr.

Beim nächsten Sturm griff der Wind rein und riß ein größeres Loch rein.

Auch Marder und co. finden so ein Reetdach ziemlich kuschelig.

So hat das Reetdach ein paar „Feinde“ die dafür sorgen, dass das Reetdach eine Pflegedach ist.

Ein etwas kleineres Problem sind die Hängehölzer.

Das sind die Eichenhölzer, die ganz oben auf dem First liegen um das Heidekraut, dass die Naht der beiden Reetseiten eigentlich verdeckt, beschwert. Die Hölzer sind eigentlich mit einem Draht wie an einer langen Schnur befestigt. Die trocknen aber irgendwann mal aus und fallen runter.

Übrigens gibt es diese Hängehölzer als besonderes Element nur in der Region Angeln und in Südengland soweit ich weiß.

Man muß sich als Besitzer schon drum kümmern.

Ein paar mal hatten wir seit 2004 wo unser Dach gedeckt wurde schon ausbessern lassen.

Nun waren es aber ein paar größere Aktionen.

Aber ganz neu mußte es nicht. Schließlich sagt man so ein Dach hält 40-50 Jahre.

Da spielt natürlich das Klima eine unbekannte Rolle, auf die wir wenig Einfluss haben. Aber alles, was wir tun können und das Dach so lange wie möglich nicht ganz neu decken zu lassen, wollen wir gerne tun.

Der Gedanke an 2004 und die ganze Arbeit ist einfach zu präsent. Immer noch. Das steckt uns in den Knochen sozusagen.

Also begann erstmal die Suche nach einem ReetDachdecker, der auch „Flick“ macht, wie man so schön sagt.

Jeder, der heutzutage Handwerker braucht, weiß, wie schwierig das sein kann. Und hier sind es Spezialisten, die es sowieso selten gibt. Und dann auch noch Flick.

Glück gehabt.

Knapp zwei Wochen waren die Reetdachdecker da und haben Löcher gestopft, Reet geklopft, kaputte Bretter ausgetauscht und alles wieder in Form gebracht.

 

Nun kann das Regenwasser wieder richtig am Ortgang runterrutschen und bei den Gauben wieder auf die Leckbretter unter den Fenstern tropfen.

Das Reetdach bildet jetzt auch wieder eine geschlossene Fläche, sodaß der Niederschlag schnell zu den Traufen geführt wird.

Sturmsicher, schneesicher und frostbeständig .

…und im Gegensatz zum Hartdach diffusionsoffen, atmungsaktiv und Luftfilternd.

Es gehört einfach hierher. Auf unseren Hof und in diese schöne Landschaft Angeln.

Schön sieht es wieder aus, unser Reetdach. Jeden Tag freu ich mich dran…und andere auch.

So lange, bis wieder Vögel Halme aus dem Dach ziehen, Marder versuchen ins Haus zu kommen oder uns ein Sturm erwischt.

Ein Reetdach ist eben ein Pflegedach. Lebendig und nachhaltig.

 

Reetdach

 

 

 

 

 

50 nachhaltige Ideen für Urlaub zwischen Kappeln und Flensburg

50 nachhaltige Ideen für Urlaub zwischen Kappeln und Flensburg

Die Schlei hatte ihren „Landarzt“. Die Flensburger Förde hat jetzt „Dr. Nice“.

Komm mit auf Entdeckungsreise zu meinen 50 nachhaltigen Ideen für Urlaub zwischen Kappeln und Flensburg.

Die Flensburger Förde, eingebettet zwischen Deutschland und Dänemark, bietet eine einzigartige Mischung aus Natur, Kultur und maritimem Flair. Seit 2024 bekannt als Drehort der ZDF-Serie Dr. Nice , lädt unsere Region zu vielfältigen und nachhaltigen Erlebnissen ein.

Hier kommen also meine

50 nachhaltige Ideen für Urlaub zwischen Flensburg und Kappeln– auf den Spuren von Dr. Nice


🎬 Auf den Spuren von Dr. Nice

Die ZDF-Serie Dr. Nice erzählt die Geschichte des Starchirurgen Dr. Moritz Neiss (gespielt von Patrick Kalupa), der nach einem Unfall an die Flensburger Förde zieht. Die Flensburger Förde ist nicht nur ein Paradies für Naturliebhaber mit wunderschönen Orten. Sie bietet auch die beste Kulisse für Foto und Filmaufnahmen. Viele Szenen wurden an realen Orten gedreht und man kann sie finden, wie auch die damals beim „Landarzt“.

  • Boutique Hotel Wassersleben: Diente als Kulisse für das fiktive „Hotel Ostseeschlösschen“, wo Dr. Nice wohnt.

  • Leuchtturm Falshöft– mein Lieblingsleuchtturm- hier geht Dr. Nice scheinbar immer hin, wenn er den Kopf frei haben möchte. Versteh ich gut.
  • Maasholm (Kirche)- war da nicht die Beerdigung?
  • Flensburger Förde: Die beeindruckende Küstenlandschaft bildet die Hauptkulisse der Serie. Kein Wunder, ist ja auch wunderschön hier.

  • Film Führung durch Glücksburg mit dem Schausieler Mathias Harrebye- Brandt https://www.gluecksburg-urlaub.de/aktivitaeten/stadtfuehrungen-gefuehrte-touren   

Drehstart der 4. Staffel: Seit April 2025 entstehen neue Folgen an der Flensburger Förde und in Berlin. Alle vorigen Folgen der Serie sind in der ZDF Mediathek https://www.zdf.de/serien/dr-nice-100 zu finden. Lohnt sich um den Ausgang zu verstehen. Gesendet wird die 4.Staffel wohl erst im Herbst 2026. Also: Bis dahin alte Staffel anschauen und Drehorte kennen lernen.


🇩🇰 Dänische Perlen entlang der Förde

  • Ochseninseln (Okseøer): Diese kleinen Inseln gelten als die Perlen der Flensburger Förde und bieten eine Mischung aus Kultur- und Naturerbe.

  • Kollund https://weites.land/kollund/
  • Sønderborg: Die dänische Stadt begeistert mit viel Hygge und Sehenswürdigkeiten, die Besucher in ihren Bann ziehen.

  • Broager: die kleine Stadt kurz vor Sønderborg bietet einige Events rund ums Ziegel herstellen https://www.kultunaut.dk/perl/arrmore/type-nynaut/D?ArrNr=18664304
  • Ziegeleimuseum Cathrinesminde: Ein Industriedenkmal, das die Geschichte der Ziegelei zwischen 1732 und 1968 dokumentiert .Wikipedia


🌿 Nachhaltige Naturerlebnisse

  • Geltinger Birk: Ein Naturschutzgebiet mit Salzwiesen und Wildpferden, ideal für Wanderungen und Vogelbeobachtungen. Am Besten noch geführt für mehr Input.

  • Halbinsel Holnis: Bietet Steilküsten, Salzwiesen und den Leuchtturm Holnis für Naturliebhaber.

  • Fördesteig: Ein Wanderweg entlang der Förde mit atemberaubenden Ausblicken.

  • Mitsegeln auf der Flensburger Förde…auch ohne Vorkenntnisse und manchmal Hand gegen Koje.
  • Einfach mithelfen die Flendburger Förde zu schützen.   https://www.stiftung-meeresschutz.org/foerderung/ostsee/flensburger-foerde/

    🚲 Aktive Erholung

    …und natürlich die zahlreichen Wassersportmöglichkeiten , am Besten die geräuschlosen.


    🏰 Kulturelle Highlights

    Das Wahrzeichen der Geltinger Birk, die Mühle Charlotte

     

    Events vom Feinsten

    Davon gibt´s hier so viele…


    Märkte bunt wie das Leben


      🛍️ Lokale Produkte & Kulinarik

      • Rumstadt Flensburg: Besucht das Rum-Museum und probiert lokale Spezialitäten.

      • Migge’s Danish-Bakery: Genießt dänische Backkunst in Flensburg.

      • Flensburger Brauerei.  https://www.flens.de/erleben/brauereibesichtigung/
      • Hofladen Mangelsen   https://www.hofladen-mangelsen.de
      • Annies Kiosk mit den besten Polsern und Ausblick auf die Ochseninseln ist Kult.https://www.flensburger-foerde.de/kulinarik/annies-kiosk

      🐋 Naturphänomene

      • Im Jahr 2024 wurden in der Flensburger Förde überraschend zwei Buckelwale gesichtet, ein seltenes und beeindruckendes Ereignis. Auch Delphine verirren sich hierher.
      • Schweinswale gibts hier immer, aber selten zu sehen…oder man muß ganz viel Zeit (Urlaub) haben.https://schleswig-holstein.nabu.de/wir-ueber-uns/organisation/landesstellen/schweinswalschutz/19392.html
      • swart sol nennt man den gigantischen Zug der Stare im Frühjahr und Herbst. https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Sonne_(Vogelflug)
      • Habernisser Moor mit seiner Artesischen Quelle.   https://strand-und-steine.de/landschaft/ostseeraum/fl_foerde/habernis.htm
      • Landschaft nahe/unter dem  Meeresspiegel https://strand-und-steine.de/landschaft/ostseeraum/fl_foerde/

      🏖️ Strände & Erholung

      • Strand Langballigau: Ein idyllischer Ort zum Baden und Entspannen.

      • Strand von Falshöft, auch mit Hund. Immer wieder schön. Suche wegen dem Leuchtturm.
      • Solitüde: Ein Strand mit historischer Dampferbrücke und charmantem Flair.

      • Wanderung am Morgen auf der Geltinger Birk…und dann frühstücken bei uns im FAIRhaus. (Private Empfehlung mit besonderer Stimmung beim Wandern)
      • Netzausleger zum Pausieren. Reinlegen, Himmel anschauen. Fertig.

      Die gesamte Flensburger Förd entlang findet man immer wieder unberührte Naturstrände Für einen entspannten Strandtag.


      Fazit:

      Ob auf den Spuren von Dr. Nice oder bei nachhaltigen Aktivitäten – die Region zwischen Kappeln und Flensburg, inklusive der dänischen Seite der Flensburger Förde, bietet für jeden etwas.

      Ob als Wanderer, Radfahrer oder zum Genießen.

      Hier ticken die Uhren langsamer, alles klingt etwas dänisch und hygge ist überall spürbar.

      Ich denke bei den 50 Tipps für einen nachhaltigen Urlaub hier zwischen Flensburg und Kappeln ist bestimmt so das ein oder andere zum Ausprobieren dabei.

      Plane doch Deinen nächsten Urlaub einfach hier und entdecke die Vielfalt dieser einzigartigen Region! Beste Jahreszeit? Immer!

      Ich hätte da auch noch mehr Tipps, falls Du magst. Die könnten wir dann gleich beim Frühstück besprechen.

      Und wenn Du den Radius noch größer ziehen willst, dann habe ich da noch meine 65 Tipps für Urlaub zwischen Ostsee und Schlei. https://janbecks.de/65-ideen-fuer-urlaub-zwischen-ostsee-und-schlei/

      Aber zuerst empfehle ich Dir einen Vorgeschmack auf die Region in der Serie Dr. Nice zu holen.

      Am Besten der Reihe nach. Das kann etwas dauern, denn mittlerweile sind es schon 4 Staffeln.

      Schön kurzweilig. Mit Witz. Flotten Dialogen und natürlich schönen Bildern.

      Mal sehen, ob Du die Schauplätze erkennst.

      Wir wünschen uns noch viele, viele Staffeln… nicht nur, weil´s amüsant ist, sondern auch weil´s der Gegend gut tut und zeigt, wie schön es hier ist.

      Selber mal erkunden?

      Dann zack zum Telefon oder zum PC um es selber mal auszuprobieren. Wir hätten da bestimmt ein Quartier.

      Viel Spaß!

      Uta

       

       

      Wir sind ein GREEN BRAND mit Sternchen

      Wir sind ein GREEN BRAND mit Sternchen

         

        GREEN BRAND – Janbeck*s FAIRhaus ist zum wiederholten Mal ausgezeichnet worden.

        Hört sich etwas langweilig an…

        So besser?

        Hurra, wir haben ein Sternchen!

        Wir sind ein GREEN BRAND mit Sternchen.

        Was das bedeutet?

        Ich hab mal Ecosia AI gefragt und dass ist die Antwort :

         

        „Titel: Was ist eine Green Brand und warum ist sie wichtig für unsere Zukunft? 🌿

        In einer Welt, in der Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist der Begriff „Green Brand“ zu einem wichtigen Schlagwort geworden. Aber was genau bedeutet es, eine Green Brand zu sein, und warum ist es für Unternehmen und Verbraucher von Bedeutung?

        Was ist eine Green Brand?

        Eine Green Brand ist eine Marke, die sich aktiv für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einsetzt. Dies umfasst eine Vielzahl von Praktiken, die darauf abzielen, den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und verantwortungsbewusste Herstellungs- und Konsumgewohnheiten zu fördern. Green Brands verwenden umweltfreundliche Materialien, reduzieren Abfall, setzen auf erneuerbare Energien und integrieren soziale Verantwortung in ihre Geschäftsstrategien.

        Die Merkmale einer Green Brand

        1. Nachhaltige Materialien: Green Brands verwenden oft recycelte, organische oder biologisch abbaubare Materialien, um die Umweltbelastung zu verringern.
        2. Transparenz: Diese Marken kommunizieren offen über ihre Produktionsprozesse, Lieferketten und die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt. Transparenz schafft Vertrauen und ermöglicht es den Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen.
        3. Soziale Verantwortung: Green Brands engagieren sich häufig auch in sozialen Projekten, unterstützen lokale Gemeinschaften und fördern faire Arbeitsbedingungen.
        4. Innovative Ansätze: Viele Green Brands setzen auf innovative Technologien und Praktiken, um ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten, sei es durch Energieeffizienz, Wassermanagement oder Abfallreduzierung.

        Warum sind Green Brands wichtig?

        1. Umweltschutz: Green Brands tragen aktiv zur Reduzierung von Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch bei. Indem sie umweltfreundliche Praktiken fördern, helfen sie, unseren Planeten zu schützen.
        2. Verbrauchervertrauen: In einer Zeit, in der Verbraucher zunehmend nach ethischen und nachhaltigen Produkten suchen, bieten Green Brands eine vertrauenswürdige Wahl. Sie sprechen das wachsende Bewusstsein für Nachhaltigkeit an und schaffen eine loyale Kundenbasis.
        3. Wettbewerbsvorteil: Unternehmen, die sich als Green Brand positionieren, können sich von der Konkurrenz abheben. Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit in der heutigen Geschäftswelt.
        4. Inspiration für andere: Green Brands setzen Standards und inspirieren andere Unternehmen, ähnliche Schritte zu unternehmen. Gemeinsam können wir eine Bewegung für eine nachhaltigere Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.

        Fazit

        Die Revalidierung als Green Brand ist ein bedeutender Schritt, um die eigene Verpflichtung zur Nachhaltigkeit zu bekräftigen. Es ist eine Chance, nicht nur die eigenen Werte zu leben, sondern auch andere zu inspirieren und einen positiven Einfluss auf die Welt auszuüben. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, eine grünere Zukunft zu gestalten – für uns und für kommende Generationen!“

        Na, so ganz hat die AI das noch nicht erfasst…, oder ich habe die Frage nicht präzise genug gestellt.

        Green Brand heißt ja nur grüne Marke übersetzt. GREEN BRANDS ist aber ein eingetragenes EU Gütesiegel.

        Also hier nochmal mit meinen eigenen Worten:

        1. Was ist ein GREEN BRAND?
        2. Wie kann man das werden?
        3. Was bedeutet das Sternchen?
        4. Wie sieht so eine Zertifizierung aus?
        5. Wie lang braucht man dafür?
        6. Warum ist das für uns gut?

        1.Was ist ein GREEN BRAND?

        GREEN BRANDS sind Betriebe aus allen möglichen Bereichen, die mit einem Siegel für ihre besonders nachhaltige Wirtschaftsweise ausgezeichnet wurden. Das Green Brand ist eine eingetragene EU Gewährleistungsmarke für ökologische Nachhaltigkeit.

        Das findet ihr dazu auf der Seite der Green Brands:

        GREEN BRANDS sind mit dem Gütesiegel ausgezeichnete Marken (Unternehmen / Produkte / Dienstleister / Lebensmittel / Verbände und Persönlichkeiten), die einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz des Klimas, der Umwelt, der Natur, der Artenvielfalt sowie der Ressourcen leisten.

        GREEN BRANDS produzieren umweltfreundlich, handeln immer im Hinblick auf die eigene Mitverantwortung für die Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen und verpflichten sich in hohem Maße der Erhaltung und dem Gleichgewicht der Natur sowie der Nachhaltigkeit“

        GREEN BRANDS zeichnen u.a. folgende ökologische und nachhaltige Geschäftsentscheidungen aus:

        • Energieeinsparung

        • Reduzierung bzw. Vermeidung des CO2-Ausstoßes und des Ausstoßes anderer umweltschädlicher Substanzen

        • Reduzierung und Vermeidung von Abfall

        • Schutz und Einsparung natürlicher Ressourcen

        • Reinhaltung und Schutz natürlicher Lebensräume

        • Nutzung alternativer Energiequellen

        • Mitarbeiterschulungen im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit

        • Lebensmittel-/Arzneimittelproduktion nach strengen biologischen/ökologischen Kriterien

        • Information von Konsumenten über die Maßnahmen, wie mit Hilfe der jeweiligen Produkte der Ausstoß von Treibhausgasen verringert werden kann

        • Veröffentlichung von Informationen in den Unternehmenszielen, die das ökologische Engagement des Unternehmens belegen“

        2. Wie kann man ein GREEN BRAND werden?

        Man kann sich nicht einfach für den Green Brand bewerben wie bei anderen Zertifikaten und Auszeichnungen.

        Für diese Auszeichnung wird man im wahrsten Sinne ausgezeichnet. Als erstes wird man von jemandem vorgeschlagen. Dieser jemand sitzt entweder in der Jury, gehört zu den Medienvertretern, NGO,s, Verbänden oder einer Universität. Es kann auch ein anderer GREEN BRAND sein.  Bevor es dann überhaupt los geht mit dem Verfahren, wird man gefragt, ob man überhaupt in das Verfahren einsteigen möchte, denn die Kosten für das Prüfverfahren etc. sind auch nicht so ganz unerheblich.

        Der nächste Schritt ist dann die Beantwortung der umfangreichen Fragebögen. Hier kann man zu bestimmten Themen angeben, was man als Betrieb in den unterschiedlichen Bereichen der Nachhaltigkeit macht bzw. Gemacht hat. Dann gehts in die Jury. Vorgabe sind mindestens 51% als positives Ergebnis… kann aber auch bei Erreichen der erforderlichen Werte von der Jury abgelehnt werden.

        Vergleiche: https://green-brands.org/verfahren/methodik

        3. Was bedeutet das Sternchen?

        Zertifiziert wird alle 2 Jahre. Auch da muss man wieder nachweisen, was man alles gemacht hat. Ein guter Moment sich mit seinem Betrieb noch mal intensiv auseinanderzusetzen. Schließlich ist Nachhaltigkeit ein Prozess und die Chance so seinen Betrieb weiter zu entwickeln und ihn zukunftsorientiert aufzustellen.

        Nach der ersten Revalidierung- so nennt man die wiederholte Zertifizierung- bekommt man ein Sternchen. Für jeden weiteren Zertifizierungsprozess dann ein weiteres Sternchen. Also alle 2 Jahre ein Sternchen. Die, die schon lange dabei sind, haben eben mehr Sternchen.

        4. Wie lange dauert das Ausarbeiten?

        Das hängt vom Betrieb ab. Je nach Größe, je nachdem, ob man sowieso schon andere Zertifizierungen ausarbeiten muss- Stichwort Nachhaltigkeitsbericht.

        Je nachdem, wie gut man als Betrieb organisiert ist.

        5. Warum das gut für uns ist?

        In einer Zeit, wo kaum einer noch weiß, was Wahrheit und Fake ist, wo Greenwashing an der Tagesordnung ist, ist es gut einen Halt zu haben.

        Als kleiner Betrieb geht man sonst im „Grünen“ unter. Es hilft auch wissenschaftlich zu belegen, dass man wirklich Klimafreundlich arbeitet.

        Begriffe, wie:

        „klimafreundlich, ökologisch, klimaneutral, biologisch, grün, umweltfreundlich“…dürfen bald von Betrieben nicht so einfach verwendet werden.

        Ab 2026 gilt dafür die Green Claim Richtlinie, die zum Schutz der Verbraucher diese Werbeversprechen eingrenzen soll. Mehr dazu hier!


        Green Brand Zertifizierung

        Im Zuge der Transparenz kann nun jeder anhand der Nummern unter dem GREEN BRAND Siegel sofort sehen, wie unser Betrieb in bestimmten Punkten abgeschnitten hat. Damit soll es jedem möglich sein, die Grundlage dieser Auszeichnung im Nachhaltigkeitsbereich bzw. die Berechtigung des Einsatzes des Gütesiegels so transparent wie möglich nachzuvollziehen.

        Hier einfach mal die Nummer eingeben.

        Das ist ganz neu und hebt die Green Brands noch mal ab von anderen Zertifikaten.

        Auch wenn ich an dem ein oder anderen Punkt mit mir etwas hader: wir stehen im Vergleich echt gut da…und da, wo ich etwas hader, können wir ja nur noch besser werden.

        Alles in allem für uns ein guter Prozess mit einer guten Entwicklung.

        Und jetzt….

        Unter den Besten

        Wir haben ein zertifiziert grünes Herz: Zum zweiten Mal sind wir mit dem GREEN BRANDS Siegel ausgezeichnet worden und tragen jetzt unseren ersten Stern über dem Siegel. Das heißt, wir haben zum zweiten Mal das aufwändige Prüfverfahren durchlaufen und uns wieder verbessert  –  diesmal lag unser Schwerpunkt auf der sozialen Nachhaltigkeit neben dem Engagement im Energiebereich und den Ressourcen. Mit vielen Maßnahmen versuchen wir unser Wissen nach draußen zu tragen. Ob in Schulen oder Institutionen. Wir wollen „ansteckend sein mit unserem Bazillus der Nachhaltigkeit“.Gemeinsam für eine enkeltaugliche Welt.Laut der Green Brands Organisation haben wir ein hervorragendes Ergebnis erreicht.

        Das GREEN BRAND Gütesiegel gewährleistet, dass die Marken, die es tragen, wirklich umweltfreundlich und nachhaltig sind und deshalb einen Beitrag zum Schutz der Umwelt, der Natur und des Klimas sowie zur Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen leisten. Seit 2019 ist das Siegel EU-weit anerkannt, mit der neuen Prüfziffer im Siegel soll das Verfahren transparent nachverfolgbar werden.

        Mehr zu den GREEN BRANDS  hier: https://green-brands.org/

         

        Zur Pressemitteilung

         

         

        Wie Kalkulation wirklich bei uns geht

        Wie Kalkulation wirklich bei uns geht

        Neulichst titelte eine Bewertung: Nettes kleines Café mit Großstadtpreisen …

        Damit war mein Café gemeint und tatsächlich hab ich etwas geschluckt.

        Aber nicht weil ich mich angegriffen fühlte, sondern weil ich ein Verfechter von Transparenz und wahren Preisen bin. Wahre Preise bedeutet, man berechnet auch die Auswirkungen auf Umwelt oder Gesundheit mit, mal ganz simpel erklärt …führt hier jetzt aber etwas zu weit.

        Geschluckt habe ich aber auch wegen so viel Unwissenheit auf Konsumentenseite. Kein Wunder allerdings, wenn keiner aus der Branche darüber redet, wie die Preisgestaltung und somit so eine Kalkulation eigentlich geht.

        Das hat mich dann aber motiviert, endlich den angefangenen Beitrag über Kalkulation in Angriff zu nehmen.

        Zeit also mal darüber zu sprechen, wie Kalkulation bei uns so geht.

        Eigentlich müssten wir auf dem Land sogar teurer sein als in der Großstadt und ich erklär euch mal, warum:

        Donnerstag war ich mal wieder auf dem Wochenmarkt und hab bestellte Ware in Kappeln abgeholt.
        Das sind etwa 17 km eine Tour. Mit eigenem Strom im Elektroauto gefahren macht es Spaß, aber auch da muss ich meine Zeit mit berechnen, wenigstens zum Teil. Das ist Arbeitszeit. Nicht vergessen!

        Ich liebe dieses schöne Gefühl vom Markttreiben. Ein bisschen wie Urlaub.
        Klein ist der Markt in Kappeln, aber man bekommt alles: Fisch, Mediterranes, Honig, Obst und Gemüse, Wurst und Fleisch, Käse …

        Alles war schon für mich am Wochenmarktstand vorbereitet und ich bezahlte. Etwas verwundert schaute ich auf den Kassenzettel. Hatte ich sonst nur kleine Mengen gekauft, brauchte ich diesmal anlässlich eines großen Frühstücks mehr Ware. Puh, der Preis differierte schon ganz schön zu dem, was ich im Kopf hatte.
        Wir kamen kurz ins Gespräch mit dem Fazit: man muss erhöhen, weil alles teurer geworden ist …und es macht keinen Spaß mehr.

        Und nun?

        Nun will ich mal erzählen, wie so eine Preiskalkulation bei uns „abgeht“.

        Ich kauf die Ware eben auf dem Wochenmarkt, beim Großhändler aus Kaltenkirchen oder direkt beim Produzenten.
        Die Ware bekomme ich geliefert, wenn ich einen Mindestbestellwert erreiche.
        Den gibt der Produzent bzw. der Großhändler vor und der liegt für mein kleines Café im Verhältnis ziemlich hoch …aber, ich werde beliefert. Also: alles gut.
        Wegen der Energiepreise und der Maut gibt es manchmal eine Pauschale, die dazu kommt.

        In Großgebinden oder in Leihgefäßen wird die Ware geliefert. Das spart ne Menge Müll.
        Beim Großhändler läuft das über ein Leergutsystem wie beim normalen Getränkemarkt. Ist bei dem ganzen Kistensortiment etwas mit Aufwand verbunden, aber es funktioniert ganz gut.

        Nun kommt die Warenkontrolle. Alle Sinne sind gefragt:

        • Sieht die Ware gut aus?
        • Riecht es gut?
        • Ist alles dabei?
        • Ist die Temperatur okay (betrifft Milchprodukte)?
        • Alles wird dann gut verstaut. Die Kühlschränke sind vorher gut gereinigt und desinfiziert worden.

        So wie jeder es von zu Hause kennt, müssen wir auch immer schauen, was wir kaufen. Ist etwas aus guten Gründen zu teuer, weiche ich auf andere Ware aus.
        Manches lasse ich auch ganz außen vor, wie zum Beispiel wasserintensives Obst und Gemüse aus Italien oder Spanien.

        Immer im Auge muss ich den Endpreis für den Kunden haben.

        Na, wer hat eine Ahnung, wie so eine Kalkulation ausieht?
        …und, wer denkt, wir machen das alleine?
        Weit gefehlt. Da liegt ihr ziemlich daneben.
        Das Finanzamt gibt uns eigentlich den Preis vor.

        Es ist so:
        der Umsatz wird mit der gekauften Ware ins Verhältnis gesetzt.
        Läuft das aus dem Ruder, wird nachgefragt.
        Was das bedeutet?

        Es fängt beim Frühstück an. Alles muss wenigstens einmal zum Überblick abgewogen und genau berechnet werden, was der Gast so wohl essen wird. Da helfen uns unsere Erfahrungswerte. Bis jetzt passt das ganz gut.

        Nur 20 -23 % darf bei unserem Betrieb für die verwendete Ware ausmachen.
        Der Rest sind Nebenkosten: Aufwendungen für Steuern, Abgaben, Personal, Reste, Weggeworfenes, Strom und Wasser, Putzmittel, Versicherungen, Müll, Gebühren, Zertifikate, Ausstattung ….

        Dieser Wert wird uns vom Finanzamt vorgegeben. Wer das mal ganz genau nachlesen will, schaut mal hier , da ist alles viel besser erklärt.
        Verständlicher Weise soll man als Betriebsinhaber nicht an der Allgemeinheit vorbei und auf deren Kosten arbeiten.

        Bei uns ist es ziemlich kompliziert, da wir einige Leistungen verschenken.
        Wie zum Beispiel die Flasche Selters auf dem Zimmer oder das Begrüßungsfrühstück, das alle Gäste bekommen, die 7 Nächte bei uns (direkt) buchen. Alles ist eine Dienstleistung, ergo muss alles versteuert werden.

        Duftendes Brot aus unserem Steinbackofen, hergestellt aus selbst geschrotetem Korn, selbstgekochte Aufstriche und Saft aus Früchten und Beeren direkt aus unserer Wildnis, Joghurt und Käse von tollen Produzenten aus Schleswig Holstein … und wer als Übernachtungsgast bei uns frühstückt bekommt jeden Tag etwas Neues zum Kosten …

        Zur Zeit kostet das handgemachte Frühstück bei uns €19,50 inklusive 19 % Mehrwertsteuer (ohne Getränke, außer bei den Übernachtungsgästen).

        19% Steuern, da es eine Dienstleistung ist und am Tisch serviert wird. In manchen Betrieben gibt es Stehhilfen mit einer betimmten Neigung, Pappbecher oder alles to go, da liegt der Mehrwertsteuersatz dann bei 7%. Dazu gibt´s hier mehr Infos.

        Für uns bedeutet das, dass ich für die Ware etwa 3 € (ohne Mwst.) ausgeben. Ich rechne bei meiner Kalkulation lieber etwas schmaler um auf „Nummer sicher“ zu gehen. Das ist mit dem Anspruch, die besten Produkte mit dem grünen Blatt auf den Tisch zu bringen, nicht so einfach. Für uns ist es aber ein Sport damit klar zu kommen.

        Deswegen stellen wir so viel es geht selber her. Eben auch so viele Sachen aus der Natur hinter unserem Haus. Löwenzahngelee, Gierschlimonade, Brennnesselaufstrich oder jetzt Hagebuttenaufstrich. Das kommt alles nicht von ungefähr und kostet dann „nur“ unsere Arbeitszeit.
        Wir sammeln Fallobst in der Nachbarschaft oder kreieren aus heimischem Kohl, der sich gut lagern läßt, nach und nach leckere Aufstriche.

        Es fordert uns als Hauswirtschafterinnen und unsere Kreativität sowieso. Das sorgt aber auch dafür, dass ich meine beiden vollzeitbeschäftigten Mitarbeiterinnen rund ums Jahr beschäftigen kann. Ist ja immer was da zu produzieren, zu flicken oder reparieren.

        Fazit: Auf dem Land sind Wege weiter und teurer.
        Manchmal ist sogar die Auswahl eingeschränkter.

        Wer handgemachte Leckereien, frisch und fachkundig zubereitet in einem netten Ambiente und noch dazu fröhlich serviert haben möchte, findet sie in unserer kleinen Manufaktur „am Rande der Welt“.

        …all, das muss am Ende eben auch seinen Preis haben, damit wir morgen noch da sind.

         

        Nachsatz 1: Das ist nur eine sehr oberflächliche Berechnung unserer Kalkulation. Ein Anhalt. Es gibt diverse andere und moderne Methoden, die vor allem Waren und Mitarbeiterkosten im Auge haben. Wichtig ist eben die Kosten im Auge zu behalten.

        Nachsatz 2: Aus Gründen der Transparenz sind meine Lieferanten im Text verlinkt. Aus Überzeugung und ohne Auftrag.

         

         

         

        Möchtest du gerne mal bei uns frühstücken? Dann schreib uns an moin@janbecks.de.

        Unser Warum.

        Unser Warum.

        • „Warum macht ihr das, was ihr tut?“.
        • „Was ist euer Antrieb?“.
        • „Wie seid ihr drauf gekommen, so zu leben?“

        Fragen über Fragen.

        Von Gästen, von Bekannten, von Fremden… und auch in Workshops, die ich besuche.

        • Warum arbeiten wir so ressourcenschonend im Betrieb, wie es geht?
        • Wieso geht´s bei uns in Janbeck*s FAIRhaus und überhaupt so nachhaltig zu?
        • Was ist unser Antrieb so autark wie möglich zu leben?

        Es ist gut, sich immer wieder zu reflektieren.

        Ja, was ist eigentlich unser WARUM und Wie kam es dazu?

        Ich glaube unsere Omas „sind schuld“.

        Jedenfalls haben die die Basis gelegt.

        Da wurde ja nie was wegschmissen. Weder Knöpfe von alten Hemden, heile Reißverschlüsse aus kaputten Jacken wurden rausgetrennt und wieder verwendet. Ressourcen schonen nennt man das heute.

        Meine Patentante sammelte Magarinedosen, um darin etwas einzufrieren. Auch das war früher normal. Da war wirklich Vorsicht geboten, wenn man bei ihr die Tür der Speisekammer öffnete. Wenn man Pech hatte, flog einem alles entgegen. Peng, ein Berg von Magarinedosen. Pech gehabt. Wieder einräumen war angesagt.

        Alles wurde irgendwie wieder verwendet und sehr viel selbst gemacht. Ganz generell. Ganz normal.

        • Selbst angebaut.
        • Selbst gekocht.
        • Selbst eingekocht.
        • Selbst genäht.
        • Selbst gebaut.

        Hatte man etwas nicht, baute man es einfach nach, wenn es möglich war.

        Ich hatte das Glück, einen Großvater mit einem fotografischen Gedächtnis zu haben. Häufig stand er vor einem großen Schaufenster eines Geschäftes und studierte das, was ihn interessierte, um es dann nachzubauen.

        Heute macht es Stephan möglich. Ob technisch oder sonst irgendwie. Da wo andere aufgeben fängt er erst an etwas zu entwickeln.

        Energiemanagement

        Das komplette Energiemanagement in Janbecks FAIRhaus

         

         

         

        Kleidung wurde bei uns zu Haus genäht und geflickt.

        Typisch Hauswirtschafterinnen.

        Wobei meine Omas immer sagten sie „waren in Stellung“. Nähen, Stricken, Sticken all das hab ich bei ihnen gelernt. Meine Hosen hatten dann immer diverse hübsche Borten, wenn ich zu schnell gewachsen war. Kleider wurden genäht und ein besonderes Highlight für mich war immer, wenn ich mir dafür etwas aussuchen durfte. Sei es den Schnitt, den Stoff oder die Knöpfe.

        Das war zu der Zeit alles normal, nicht nur weil es die Produkte nicht gab, sondern auch weil es einfach zu teuer war.

        Lange hab ich das auch für meine Kinder gemacht. Kinderkleidung war in den 80ern selten hübsch und wenn, dann für uns nicht erschwinglich.

        So habe ich meist nachts für 4 Kinder die Klamotten genäht …und manch einen Blazer oder Rock auch für mich.

        Heute nähen wir Hussen, Kissen oder Taschen aus alten, gebrauchten Stoffen für den Betrieb. Das was da ist, möchte ich irgendwie weiter nutzen, auch wenn es vielleicht am Ende etwas mehr kostet, wenn wir unsere Arbeit in Geld rechnen. Wir schonen Ressourcen und schmeißen nicht so viel weg. Upceln heißt das neudeutsch.

        Stoffbeutel mit Spruch

         

        Ein gutes Basiswissen habe ich ja mit bekommen, da meine eine Oma auch Änderungsschneiderin war. So wusste und weiß ich, wo ich Abnäher mache, wie wichtig bügeln ist oder dass die Hauptsache eine gute Vorarbeit ist.

        Vorbereitung- Arbeit- Nachbereitung. Das begleitet uns auch heute täglich.

        Auch in der Küche. Meine andere Oma hat mir die Grundlagen für´s Kochen beigebracht. Immer schön pragmatisch und bodenständig. So, wie ich auch heute am liebsten in der Küche arbeite.

        Wenig Produkte, gute Qualität und nicht zu viel Schnickschnack.

         Das waren also schon mal die ersten Grundlagen für meine spätere Ausbildung zur Hauswirtschafterin. Dank meiner Omas.

        Was für ein Geschenk rückblickend.

        Früher hatte man ja lange Zeit nur 3 Programme im Fernsehen und erst zur Olympiade 1972 bekamen wir zu Hause einen Farbfernseher.

        Filmserien wie unter anderem „Unsere kleine Farm“ oder „Die Waltons“ mit der heilen Welt hab ich sehr gerne geschaut.

        Büschen Idylle und mit den Werten von Respekt, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft gewürzt. Sie haben bei aller Nostalgie trotzdem ihre Spuren hinterlassen. Eingeschränktes TV Angebot hin oder her.

        Später kamen  dann Klassiker zum Nachmachen dazu, wie die Hobbythek.

        Daher stammen teils auch unsere Ideen unter anderem für eine „vernünftige“ Sanitärversorgung. Ob Trinkwasserverbrauch eindämmen, Trockenklo oder Sonnenstrahlen in Energie umwandeln. Anleitungen dazu konnte man früher direkt über die Hobbythek als Heftchen, auf grauem Ökopapier gedruckt, bestellen. Ein paar davon hab ich immer noch. Aufgehoben für den Fall, dass man eins der Projekte noch mal angehen möchte. Bierbrauen vielleicht?

        Das Brot backen kommt auf jeden Fall durch die Hobbythek und auch das haben wir lange Jahre für unsere große Familie praktiziert, um Geld zu sparen. Dazu wissen wir so immer, was drin ist.

        Handgemacht aus unserem Steinbackofen

        Auch an Peter Lustig sind wir nicht vorbei gekommen. Inspirierend wie er damals schon Zusammenhänge gut erklärt hat …sogar fossile Energien und Elektroautos.

        „Die Sendung mit der Maus“ hat bei uns auch ihre Spuren hinterlassen. Sachen, die man täglich benutzt mal super erklärt und hinterfragt, wie z.B. ein Reißverschluss hergestellt wird …

        Neugierig sein macht ganz schön Spaß.

        Aber es waren nicht nur Filmserien oder die Familie, die uns geprägt haben.

        Wir waren beide bei den Pfadfindern. Pfadfinder bei der Pfadfinderschaft Sankt Georg. Stamm Camillo Torres. (Oha, über den hab ich grad mal bei Wiki nachgelesen)

        Angetrieben vom Gedanken, mit der Natur zu leben und etwas in der Natur zu erleben. Gemeinschaft mit Lagerfeuerromantik und den Liedern standen hoch im Kurs. Die Lieder schwingen bei mir innerlich noch mit. Als Jugendliche Verantwortung als Gruppenleiter und auch sonst übernehmen und sich in die Gesellschaft einbringen. Das war´s.

        Schon damals haben wir etliche Mahlzeiten für einen guten Zweck verkauft. Meist gabs Nudeln mit Sauce bolognese, die dann z.B. nach dem Gottesdienst in der Gemeinde ausgegeben wurde. Viel mehr konnten wir ´“Rover“ damals nicht, aber es kam von Herzen.

        Pfadfinder sind wir im Herzen immer noch mit dem Gedanken an die Umwelt.

        Im Sinne von „Jeden Tag eine gute Tat“ etwas zu geben. Für andere. Im heutigen Sinne wohl gemeinwohlorientiert.

        Janbecks Fokus-Gemeinwohlbericht-2

        Froh zu sein bedarf es wenig … und wer froh ist, ist ein König.

        Oder?

        Menschen, die uns, und mich ganz besonders, beeinflusst haben, waren auch Lehrer.

        Ich hatte rückblickend da sehr viel Glück so inspirierende Lehrer zu haben.

        Die einen klärten uns über die Endlichkeit von fossilen Brennstoffen auf und die anderen waren schon mit einer neuen Art von Mobiliät beschäftigt. Muskelkraft in elektrische Energie umwandeln war genauso Thema wie die damals sehr hitzige Debatte um Brokdorf.

        Die einen Lehrer waren fest mit dem Gedanken an eine faire Welt verbunden und dem Aufbau einer UNESCO Projektschule.

        Vom damals noch schrecklichen fairen Kaffee bis zu Aktionen an meiner Schule der Organisation von Karl Heinz Böhm “ Menschen für Menschen“. Danke an Frau Maitin.

        Dann hatte ich Lehrer, die beeindruckten mit der Faszination von anderen Religionen und Kulturen. Von Irland bis Indien. Von Shin Fein bis zum Buddhismus. Es ging ums Hinterfragen, Freiheit und Leben. Immer gings um einen respektvolleren Umgang miteinander.

        Schild Phantasie ist gut gegen Realität

         

        Manches hat sich auch „unterschwellig“ in mein Denken eingeschlichen.

        Auf einer Gastreise als Schüler an der Ostküste der USA durfte ich von den Shakern bis zu den Aussteigern in den Wäldern Kanadas sehr viele unterschiedliche Menschen kennenlernen.

        4 Wochen volles Programm mit:

        • Geld verdienen beim Renovieren eines Unibüros,
        • mehrere Buserlebnisse im Greyhound,
        • Leben kennenlernen mitten in New York oder Washington DC und dem Besuch des Capitols mit privater Führung.
        • Von Lincoln über Paul Revers und Erich Freud. Es wurde viel über Politik, den Sinn des Lebens und Lebensweisen philosophiert- auf englisch-.
        • Dazu dann immer wieder tatsächlich auch Bauweisen analysiert. Vom Oktogon bis zum Holzhaus.

        Das kommt, wenn man in einer Professoren Familie mit unterschiedlichen Ausrichtungen – technischen und philosophischen- landet.

        Hängengeblieben ist beim Bau unseres Holzhauses besonders das Pultdach, das ähnlich aussieht wie das meiner Gasteltern damals.

        Unendlich lichtdurchflutet können das jetzt die Gäste in der Ferienwohnung Wolken genießen. Auch bei schlechtem Wetter.

        Holzhaus mit Pultdach

        ]

         

        Alles das hat uns Inspirationen gegeben und uns bereichert.

        Und vielleicht ist das auch der innere Motivator gewesen nicht nur unseren Betrieb so aufzubauen, wie er jetzt ist:

        Eine Kreislaufwirtschaft.

        Nicht nur „Gastwirtschaft“ oder Ferienunterkunft.

        Ein Betrieb mit ganz vielen großen und kleinen Kreisläufen. Vom Wasser bis zur Energie.

        Vom Brot bis zu den Menschen. Von uns zu anderen als eine Art Vorbild.

        Visuelle Darstellung von Urlaub mit gutem Gefühl

        Visuelle Darstellung ws Urlaub mit gutem Gefühl in Janbecks FAIRhaus bedeutet

         

        …. und zugegeben, ich schau immer noch gerne die alten Kinderserien. Früher mit den Kindern, heute mit den Enkeln.

        Neugierig sein hört eben nie auf.

        Wichtig ist, für uns überhaupt mit offenen Augen und Ohren durch die Gegend zu gehen, um offen zu sein für neue Ideen.

        Das geht am besten im Austausch miteinander. Nicht nur hier vor Ort. Am liebsten über Regionen und Landesgrenzen hinweg.

        So wie auf den elektrischen Rallyes, die wir 2015-2017 mit gefahren sind. Viel Gegend verknüpft mit vielen Menschen aus 17 Nationen und ihren Ideen für eine fossilfreie Zukunft. So was bringt uns weiter und treibt uns an, weil es neue Impulse und Netzwerke mit sich bringt.

        Gerade unsere Wave 2016 mit dem Besuch der UNO in Genf und allem, was damit verbunden war: von Kartenaktion der Schulkinder auf der ganzen Welt zum Thema Klimawandel bis zum öffentlichen Statement für die Einhaltung des Pariser Abkommens von 1,5 Grad … 

        MIt der Wavetrophy 2016 in Genf

        Mitsprechen, sich engagieren, auch ehrenamtlich. Das gehört für uns dazu.

        Wir schauen, was uns inspiriert, was wir hier technisch nutzen können, welche Ideen wir umsetzen können für eine enkeltaugliche Welt.

        Ich denke, das wird immer so bleiben, so lange wir auf dieser Welt sind. Egal ob mit Betrieb oder ohne.

        Nur mit Zeitdieben befassen wir uns nicht mehr.

        Noch Fragen? Dann schreibt mir doch einfach.

        Ihr wisst ja:

        Wer? Wie? Was?…wer nicht fragt, bleibt dumm.

        Wenn ich was nicht beantworten möchte, sag ich das schon.

        Wer mehr wissen will schaut einfach hier.

         Viele Grüße

        Uta

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